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Die FarAwayTour werde ich zusammen mit Klaus fahren, und wir verlassen uns dabei ganz bewusst auf bewährte, alte Technik ohne elektronischen Schnickschnack: eine Honda Africa Twin XRV 750, Bj. 1993 und eine BMW R 80 GS, Bj. 1991 - beide werden hoffentlich auch mit dem "normalen" 80 Oktan Sprit klarkommen - egal ob verbleit oder nicht!

Meine BMW heißt inzwischen Elmo - benannt nach dem dem kleinen Monster mit dem rotem Fell und nach dem wunderschönen Lied "St.Elmo´s fire" (Man in Motion) von John Parr. Wer die Musik hören möchte, der klickt auf das Bild...

Die Planungen laufen schon auf vollen Touren: alle möglichen Reiseinformationen sammeln wir emsig, und wer uns mit Tipps und Ratschlägen unterstützen möchte oder aber selber eine solche Tour plant, ist herzlich eingeladen, unserer Facebook-Gruppe beizutreten, auf der regelmäßig aktuelle Informationen erscheinen. Inzwischen haben wir bereits 40 Mitglieder.

Ein Klick auf Elmo genügt, um zu unserer Facebook-Seite zu gelangen...

Das Motorrad der FarAwayTour

Elmo ist eine robuste (!), wartungsfreundliche (!!) und leichte (!!!) 2-Ventiler BMW R 80 GS - Erstzulassung 1991, nur ein Vorbesitzer, beim Kauf im Oktober 2014 gerade mal 15.500km gelaufen!

Tage

 bis zur Abfahrt am 1.4. 2019 

Die Umbauarbeiten zum Fernreisemotorrad

Nach und nach wird Elmo umgerüstet: ein stabilerer Dämpfer hinten, ein langer Ölwannenschutz, geräumige Alu-Koffer, eine Einzelsitzbank mit verlängerter Gepäckbrücke, stabile Handprotektoren...

Wer dazu mehr wissen möchte, klickt bitte auf das Bild...

Der Reiseplan der FarAwayTour

Schon die Fahrt im Frühling 2019 von Deutschland bis Anatolien ganz im Osten der Türkei ist weit, und sie verspricht abenteuerlich zu werden, zumal der Verlauf der Tour Anfang April noch nicht völlig feststeht. Unsere ursprüngliche Idee, die Reise über die Heimatstadt Marco Polos Venedig zu planen (eigentlich ein MUSS), könnte an der Hafenverwaltung der Lagunenstadt scheitern, denn gerüchteweise sollen alle dicken Pötte (Kreuzfahrtschiffe wie auch Autofähren) wegen der Umweltbelastung aus der Lagune verbannt werden. Noch gibt es aber die drei Reedereien Anek- und Minoan Lines sowie die Superfast Ferries, die in der Regel zweimal wöchentlich von Venezia nach Griechenland fahren. Alternativ gäbe es auch Fährverbindungen von Ancona nach Griechenland.

In Istanbul könnte ein erster kurzer Zwischenstop erfolgen, um den Schritt auf den asiatischen Kontinent stilvoll zu genießen! Das asiatisch-türkische Bergland wollen wir auf jeden Fall meiden, deshalb geht es hinunter an die ab Mitte April bereits sonnige türkische Riviera. Das ist bislang unser favourisierter Plan A - in der Karte dunkelrot markiert.

Ist es nicht beeindruckend, die Länge einer Tour mit der Größe des eigenen Landes zu vergleichen? Das gelingt ganz einfach mit dem Programm "The true size of..." - hier der Vergleich mit Deutschland. Die Kartenprojektion bewirkt, dass Objekte am Bildrand verkleinert abgebildet werden - am Größenvergleich ändert sich "im fernen Osten" aber nichts.

Die momentane innenpolitische Situation in der Türkei ist bekanntermaßen besorgniserregend. Ich habe vor ein paar Monaten noch nicht im Traum daran gedacht, dass wir die Türkei aus politischer Überzeugung und wegen zunehmender Sicherheitsbedenken meiden könnten. Insofern gibt es inzwischen tatsächlich auch noch Plan B: unsere Tour könnte demnach auch mit einem Autoreisezug der ÖBB von Hamburg nach Wien beginnen. Von dort würden wir die Alpen auf dem Weg durch Ungarn und Rumänien in Richtung Bulgarien umfahren. Im Hafen von Burgas legte ursprünglich einmal in der Woche eine Autofähre nach Georgien ab, die allerdings drei lange Tage auf dem Schwarzen Meer unterwegs war (in der Karte rot).

Informationen zur Fährverbindung Varna - Poti gibt es hier

Inzwischen soll diese Verbindung aber nicht mehr bedient werden, und stattdessen läuft die Fähre in den Kaukasus ab Odessa bzw. Chornomorsk in der Ukraine. Diesen Hafen könnten wir mit einem vorherigen Eisenbahntransport von Prag nach Kosice und einer Fahrt über Rumänien und Moldawien erreichen. Die ukrainische Fähre namens "Greifswald" braucht auch 60 Stunden bis nach Batumi in Georgien (in der Karte grün). Dort angekommen würden wir durch den Kaukasus über Armenien nach Aserbeidschan und schließlich doch in den Iran einreisen - ebenfalls eine sehr attraktive Strecke.

Informationen zur Fährverbindung Chornomorsk - Batumi gibt es hier

Während des Jahreswechsels 2017/18 tauchten plötzlich Nachrichten über Unruhen und Verhaftungswellen im Iran auf. Falls sich auch dort die Situation zuspitzen sollte, dann müssten sämtliche Planungen überdacht werden, und eine weitere Unsicherheit kommt auch noch für Turkmenistan hinzu, wo die Behörden nämlich zunehmend restriktiv mit der Visumvergabe verfahren: es soll tatsächlich Gruppen und sogar Familien gegeben haben, wo Einzelpersonen ein Visum bekamen aber andere keines, und das nur wenige Wochen oder gar Tage vor der geplanten Einreise! In eine dermaßen unkalkulierbare Situation wollen wir uns auf keinen Fall begeben und überlegen daher eine Weiterfahrt quasi "durch die Hintertür": von Alat in Aserbeidschan (ein Hafen im Süden von Baku) verkehrt eine sehr betagte Fähre über das Kaspische Meer nach Aqtau in Kasachstan. Der Fahrplan kann laut Berichten anderer Reisender durchaus als unverbindlich bezeichnet werden, aber irgendwann hat es bisher mit dem Kommando "Leinen los!" wohl noch immer geklappt...

Selbstverständlich "verbindliche" Informationen zur Fähre Alat - Aqtau gibt es hier

Diese Fähre kann man inzwischen sogar online buchen - hier geht es zur entsprechenden Seite

Von der kasachischen Hafenstadt Aqtau aus würden wir Turkmenistan nördlich umgehen und am ehemaligen Aralsee vorbei auf der klassischen Seidenstraße nach Xhiva in Usbekistan gelangen (in der Karte blau).

Für die Muslime gilt im Jahr 2019 vom 5.5. bis zum 4.6. auch noch die Fastenzeit. Mal sehen, was der Ramadan für uns in der Region zusätzlich für Auswirkungen haben wird, aber Inschallah - إن شاء الله - so Gott will beginnt für uns nach einer unbedenklichen Türkei-Durchquerung dann auch im Iran die legendäre Seidenstraße, der wir wie auch immer bis in das ferne Länderdreieck am Pamir in die Staaten Usbekistan und Tadschikistan folgen. Dort kommt ein weiterer Straßenname hinzu: der Pamir-Highway oder auch M41, der uns durch wilde Schluchten und über hohe Pässe am nördlichen Rand des Hindukush entlang nach Kirgistan und die Berge des Tien Shan bringen wird. Ursprünglich wäre Kashgar in China unser nächstes Etappenziel gewesen. Es ist zwar nach wie vor möglich, China mit eigenem Motorrad zu bereisen, aber die Erlaubnis dafür ist unglaublich kompliziert und teuer - wer Interesse am derzeitigen Stand der bürokratischen und kostspieligen Einreisebedingungen hat,

der klickt bitte hier Chine.gif (38764 bytes)

Wir haben uns daher dazu entschlossen, den Plan C (wie China) zu streichen. Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber die Aussicht, uns wegen der hohen Kosten mit anderen, völlig unbekannten Reisenden zu einem Konvoi zusammenschließen zu müssen, hat den Ausschlag gegeben. Leider müssen wir davon ausgehen, dass sich die Bedingungen in den nächsten Jahren nicht mehr ändern werden...

Daher reisen wir von Kirgistan weiter nach Kasachstan und fahren dort nach dem Besuch des Scharyn-Canyons quer durch die endlose Steppe in Richtung Norden, um über Russland durch das Altai-Gebirge schließlich in die Mongolei zu gelangen. Die nach wie vor ungeteerten Überlandstraßen im Zentrum des dünnbesiedelten Landes werden vielleicht die größte Herausforderung der ganzen Tour werden! Vom 11. bis zum 15. Juli 2019 findet dort das traditionelle Naadam-Fest (Eriin Gurwan Naadam: "die drei männlichen Spiele") statt: diese Gelegenheit können wir uns einfach nicht entgehen lassen.

Hilfreich könnte in Ulan Bator unser Kontakt zur Firma Steppenfuchs sein. Als Anbieter für Mongoleireisen gibt die Firma auch gerne Tips und Hinweise für Individualreisende. In der firmeneigenen Werkstatt bekommen wir neue Heidenau-Reifen K60 Scout, die man als Importeur für uns besorgen wird. Wir müssen demnach unterwegs keine Ersatzreifen mitnehmen!

Von der mongolischen Hauptstadt aus fahren wir schließlich weiter nach Norden zum riesigen Baikalsee. Von Irkutsk aus fährt die Transsibirische Eisenbahn 5185 Kilometer bis nach Moskau. Eine bequeme Heimreise mit dem legendären Zug und einem Transport der Motorräder wäre eine mögliche Alternative - derzeit aber planen wir ausdrücklich, auch die restliche Tour selbst zu fahren. Bevor es aber auf die lange Magistrale Richtung Westen geht, bleiben wir noch nördlich von Irkutsk ein paar Tage auf der Insel Olkhon im Baikalsee und genießen dort in sibirischer Abgeschiedenheit die Ruhe und natürlich den Blick auf den berühmten Schamanenfelsen.

Auf dem langen Weg nach Westen bauen wir noch ein paar interessante Zwischenziele abseits der Hauptstraße ein: in Sibirien sind das die Altstadt von Tomsk, der Kreml in Tobolsk und die URAL-Motorradfabrik in Irbit. Wieder in Europa angekommen folgt das Gulag-Museum Perm-36 in der Nähe der gleichnamigen Stadt. Nach einem kurzen Zwischenstop in Moskau umgehen wir auf den letzten Etappen unserer Tour aus politischen Gründen bewusst Weißrussland im Norden und fahren schließlich wieder in der EU angekommen durch Lettland, Litauen und Polen zurück nach Hause.

Wir haben uns auch schon Gedanken über Reisedauer und die Anzahl der Fahr- und Ruhetage gemacht. Dank Routenplanungssoftware, den Berichten von anderen Reisenden und eigenen Erfahrungen haben wir die Etappen längenmäßig ungefähr festgelegt und je nach zu erwartender Straßenbeschaffenheit bewertet. Wir kommen so bei einer Gesamtentfernung von knapp 30.000km auf etwa 130 Tage. Die ungefähre Aufteilung in 100 Fahrtage und 30 Ruhetage bietet neben nicht zu langen Etappen auch ausreichend Zeit für Wartungsarbeiten, Besichtigungen, Erholung oder aber unvorhersehbare Zwischenfälle. Bei einem Start Anfang April sollten wir demnach irgendwann Anfang August wieder zurück sein.

Die Tabelle mit den einzelnen Etappen kann man hier herunterladen...

Die Einreisebedingungen sind für jedes einzelne Land unterschiedlich und teilweise grotesk kompliziert - wie schön ist es doch im europäischen Schengen-Raum!

Die Einreisebestimmungen zwischen dem Iran und der Mongolei findet man hier: Quelle: Wikipedia

Für den Iran kann man hier ein E-Visum beantragen...

Erst ab Januar 2021 wird Usbekistan die Visumpflicht u.a. für Deutsche aufheben. Also benötigen wir doch noch ein Visum für dieses Land.

Den Antrag für das usbekische Visum (... damit ab zur Botschaft!) kann man hier bequem online ausfüllen...

Kasachstan hat u.a. für Deutsche den Visumzwang seit Januar 2017 aufgehoben. Weitere Informationen gibt es hier...

Tajikistan verlangt noch ein Visum, doch man kann es hier bequem online beantragen (auch für das Gebiet "GBAO") ...

Wir gehen davon aus, dass die Sicherheitslage in den von uns bereisten Ländern insgesamt kalkulierbar ist. Eine gewisse Erfahrung mit angemessenem Verhalten und Dingen, die man besser sein lässt, haben wir ja durch unsere bisherigen Reisen erworben. Dennoch kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren, was eine Weiterreise plötzlich unmöglich macht - Entführung, Verhaftung, Diebstahl... Für solche Notfälle gibt es vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland eine kostenlose "Elektronische Erfassung von Deutschen im Ausland", damit unsere Auslandsvertretungen vor Ort im Notfall schnell Zugriff auf persönliche Daten haben.

Wer daran ebenfalls Interesse hat, klickt bitte hier  

Die Packliste der FarAwayTour

Wer Interesse hat, was bei uns alles in die Taschen, Koffer und oben drauf kommen soll, findet hier weitere Informationen:

HUBB-Waypoints: Wegepunkte für das Navi

Im HUBB, dem englischsprachigen Forum von Horizons Unlimited, wird ein download mit umfangreichen Waypoints für den nordasiatischen Raum angeboten: Tankstellen, Unterkünfte, Werkstätten, Sehenswürdigkeiten, Kreuzungen bzw. Abbiegungen, an denen vielleicht ein Hinweisschild fehlt...

Wir werden unterwegs mit dem Navi alle diese Waypoints GPS-genau anfahren können. Das ist sehr praktisch und ergänzt die Landkarten in idealer Weise!

Wer ebenfalls Interesse an der HUBB-Datenbank hat, der klickt bitte hier

Der Nachteil dieser sehr umfangreichen HUBB-Datei ist leider, dass die waypoints allesamt in nur einer einzigen Datei ungeordnet zusammengefasst sind. Ein gezielter und vor allem schneller Aufruf auf dem Navi ist so nicht möglich. Ich habe daher die für unsere FarAwayTour relevanten POIs (lt. HUBB letztmalig aktualisiert im September 2017) in folgende Einzeldateien geordnet:
- Camping
- Einkaufen und Geld
- Essen und Trinken
- Grenzübergangsstelle
- Internet/WIFI
- Landmarks
- Gebirgspass
- Reparatur
- Sehenswürdigkeit
- Tankstelle
- Unterkunft
- Visumstelle/Konsulat
 
Für alle Einzeldateien im csv.Format habe ich unterschiedliche Logos als bmp.Datei hinzugefügt. So kann man nach dem upload auf dem Navi alle waypoints gezielt aufrufen und gleichzeitig dank der unterschiedlichen Logos auch während der Fahrt besser erkennen. WICHTIG: beim Upload muss immer das Paar bestehend aus einer csv. und bmp.Datei gemeinsam auf das Navi übertragen werden!
Falls jemand Interesse an den differenzierten POIs hat - hier geht es zum download
 
Wer keine GPS-Daten aber dafür eine Auflistung besonders empfohlener Unterkünfte in einigen Städten entlang unserer Strecke sucht, der wird hier fündig (die Liste wird übrigens ständig ergänzt, für entsprechende Hinweise bin ich daher besonders dankbar):

Hier geht es zur Liste der von anderen Reisenden empfohlenen Unterkünfte

Eine interessante Fundgrube für Unterkünfte, Campinplätze oder nur Zeltmöglichkeiten sowie Wasserstellen, alle Angaben mit präzisen GPS-Koordinaten von anderen Reisenden, ist die Seite von iOverlander - eine kostenlose App fürs Handy gibt es dort auch.

Mit einem Klick kommt man hin...

Camping auf der FarAwayTour

Auch wenn wir in größeren Städten regelmäßig in Hotels, Gasthäusern oder Homestays übernachten werden, um die Motorräder dort an der Unterkunft sicher parken zu können, wollen wir doch sonst regelmäßig im Zelt schlafen. Die Auswahl eines optimalen Zeltes, das bei geringem Gewicht dennoch groß und bequem für unsere 130 Tage lange Tour durch unterschiedlichste Klimazonen ist, hat bei uns inzwischen zu einem Neukauf für ein Spitzzelt der Firma MotorTrekking geführt.

Hier geht es mit einem Klick weiter zur Vorstellung des Zeltes... 

Interessante Links zur aktuell geplanten Tour:

Carnet de Passages

Joseph Lackhove: Seidenstraße 2011

Joseph Lackhove: Seidenstraße 2016

RoRo-Fähre Bulgarien-Georgien

Informationen entlang der Seidenstraße

Das Wakhan-Tal

Pamir - dicht am Dach der Welt

Thermalquelle Bibi Fatima

M41 - Pamir Highway

Bergtal / Рот-Фронт (Rot-Front)

Kirgistan-Deutsche

Scharyn-Canyon

Altyn-Emel-Nationalpark

Die singenden Dünen im Altyn-Emel

Altai

Altai Tavan Bogd National Park

Mongolia-Travel-Advice

Erdene Dsuu - ein mongolisches Kloster

Unterkunft in Ulaanbataar

Das Fest Naadam

Kloster Amarbayasgalant 1

Kloster Amarbayasgalant 2

Das Orkhon-Tal

Die Insel Olchon im Baikalsee

Transsibirische Eisenbahn

 ... noch mehr Transsibirische Eisenbahn

Vom Baikalsee zurück...

URAL-Motorradwerk in Irbit

Werksbesichtigung URAL

Perm-36 Gulag-Museum

Links zur ehemaligen Strecke durch China:

Tibet, am Dach der Welt

Potala

Free Tibet

Der große Buddah von Leshan

Mount Emei Scenic Area

Drei-Schluchten-Gebiet Jangtsekiang

Tianmen Mountain

Hani-Reisterrassen

Die Terrakotta-Armee

Die chinesische Mauer

... noch mehr chinesische Mauer

 

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